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Im Wintersemester 1989/90 hielt Johannes Agnoli seine letzte Vorlesung an der FU Berlin. Sie wurde zu einer Summe seines Denkens, zum Einspruch gegen die Hoffnungslosigkeit einer linken Bewegung, der die Tradition und damit das historische Selbstbewußtsein abhanden gekommen ist. In subversiver Absicht gibt er die Geschichte der kommunistischen Utopie und beweist die Produktivität noch der Niederlagen. Beginnend mit dem alten Griechenland und dem Spartakusaufstand, über die Bauernkriege, die Renaissance und die Aufklärung hinweg, über Wilhelm Weitling, Karl Marx und Michail Bakunin bis in die Gegenwart hinein, zeigt Agnoli, was es heißt, den Antagonismus gegen Ausbeutung und Herrschaft zu organisieren und ihn zugleich zu denken.
“Die Subversion ist die Arbeit, die die Revolution vorbereitet. Sie ist nicht selbst die Revolution – und diese Arbeit ist notwendig, um der Revolution behilflich zu sein in der schwierigen Zeit ihrer Überwinterung.”
Inhalt: Zur Sache selbst • Finsternis, Licht und das Recht auf Widerstand • Eva, Prometheus, Antigone: Die Subversion der Antike • Logos und Stasis: Die Dialektik der Polis • Isonomie, Naturrecht und die Frauen • Res publica als Klassenkonflikt • Zwei Schwerter und zwei Wahrheiten: Linien der Subversion im Hochmittelalter • Die “Dame Vernunft” und ihre Agitatoren • “Die Rebellion ist immer gerecht”: Thomas Müntzer und die Subversion der Bauern • Von der Utopie zum Königsmord: Die Radikalisierung der Volkssouveränität • Die Subversion wird praktisch: Leveller und Digger in der englischen Revolution • Zwischen Renaissance und Aufklärung: Spinozas negative Politik und Vicos Wahrheitskriterium • Das Prinzip Öffentlichkeit und die Subversion der Bürger • Die Revolution in der Revolution • Subversion auf deutsch
“... eine gegen den Strich gebürstete
Weltgeschichte der Philosophie.”
Martin Krauß, konkret
“...etwas andere Einführung in die
Geschichte der Philosophie.”
Sven Kramer, taz
“... geht es Agnoli um den Zusammenhang
von subversivem Denken und Emanzipation in jenen Epochen, bevor
Revolutionstheorien entstanden.”
Rudolf Walther, Frankfurter Rundschau
“... am Bedarf vorbei.”
FAZ
“Agnolis Staatskritik ist bahnbrechend, weil
sich ihr Urteilsprinzip, auf das seine Parlamentarismuskritik
zurückgeführt wird, nicht am Grundgesetz orientiert.”
Felix Klopotek, SPEX
“Agnolis Rat: stören und
zerstören.”
Die Beute
“Was soll man von einem Autor halten, der
den “Bundestag als verfassungsmäßig unumgängliches
Instrument der Veröffentlichung von Beschlüssen, die durch das
Zusammenwirken von Staatsapparat und gesellschaftlichen
Machtgruppen zustandege kommen sind, beschreibt?”
Arnold Schölzel, Neues Deutschland
“Agnoli war und ist nicht konstruktiv. Er
verweigert sich dem verantwortlichen Mitmachen. Was er will, ist
nicht eine kritische linke Politikwissenschaft, sondern die
rücksichtslose Kritik der Auffassung, Herrschaft von Menschen
über Menschen sei naturnotwendig und bestenfalls zu
bändigen.”
Joachim Hirsch, Listen
Leseprobe:
Rezensionen:
Robert Erlinghagen (Das Argument N°222 /1997)
Stephan Grigat (Neues Deutschland 13.2.1998)
Sven Kramer (die tageszeitung 10.12.1996)
Martin Krauß (junge Welt 26.11.1996)
Martin Krauß (konkret 12/1996)
Gisbert Lepper (Die Beute N°13, Frühjahr 1997)
Rudolf Walther (Frankfurter Rundschau 11.3.1997)
Wolf Raul (Kalaschnikow. Die Waffe der Kritik N°10, 1998)