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Ilse Bindseil
Elend der Weiblichkeit, Zukunft der Frauen
1991, 200 Seiten, 12,50 €, ISBN: 3-924627-29-0
vergriffen
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Ilse Bindseil
Elend der Weiblichkeit, Zukunft
der Frauen
Weiblichkeit, eine Projektion und Chiffre, die
– der kollektiven Verleugnung und Verdrängung
gesellschaftlicher Fremdbestimmung dienend – nicht die
speziellen Besitzwünsche der Männer spiegelt, sondern das
allgemeine Kaufbedürfnis stimuliert. Frau, eine Spezies, die
ohne Kastrationsangst und Abwehrmechanismen durch die Welt geht,
die weiß, daß Erfahren mit Erleiden zu tun hat, und im totalen
Selbstverlust die Ahnung einer möglichen Identität gewinnt.
Kritische Essays über Frauen und Gesellschaft, Frauen und
Literatur, Frauen in der Literatur, Theoretisches, Biographisches
und Autobiographisches.
Inhalt
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Zur gesellschaftlichen Fabrikation weiblicher Subjektivität
- Typisch weiblich – Notizen zur gesellschaftlichen Weiblichkeit
und zur neuen Weiblichkeit der Gesellschaft
- Unsere Mütter und wir – Zum Verhältnis
nationalsozialistischer und bundesrepublikanischer weiblicher
Identität
- Die Frauen und die Universität
- Über den Satz “Das mag in der Theorie richtig sein, taugt
aber nicht für die Praxis” und seine notwendige Umkehrung
angesichts von Frauenbewegung und feministischer Theorie
- Feminisierung des Ghettos oder Ghettoisierung des Feminismus –
Zur politischen Analyse feministischer Strategien an der
Universität
- Feminismus in der BRD
- Krankheit und Metapher – Zu Susan Sontags Gesellschaftskritik
- Strukturalismus und Ideologie – Zu Heide Göttner-Abendroths
Matriarchatstheorie
- “Männlichkeiten” im Argument – Von den
Kalamitäten akademischer Bündnispolitik
- Was hat die Psychologie mit den Frauen, und was haben die Frauen mit
Psychologie zu tun? Frauen zwischen Ideologie und Wirklichkeit
- Er hat die Zwangsneurose, sie ist hysterisch –
Geschlechtsspezifisches über Zwangsneurose und Hysterie
- Partnerschaft und Symbiose – Zur Analyse weiblicher
Argumentationsstrategien auf den Frauenseiten bürgerlicher
Zeitungen
- Partnerschaft, Utopie oder Horrorvision – Zu zwei Beiträgen
im Frauenheft von Psychologie heute
- Unica Zürn und der Wahnsinn – Ein Beitrag zur Rekonstruktion
des Subjekts
- Jenseits des Wahnsinns – Zu Unica Zürns letzten
Aufzeichnungen
- Der Alptraum als Tagtraum – Bemerkungen zu zwei Beispielen
weiblicher Robinsonaden: Marlen Haushofers Roman “Die Wand” und
“Eine Hütte für mich allein” von Joan Barfoot
- Ein Leben für einen Roman – Brigitte Reimanns Beitrag zur
Gegenwartsliteratur
- Frauen und Gleichstellung – Ein nicht gehaltener Festvortrag zum
zehnjährigen Bestehen der Zentraleinrichtung zur Förderung von
Frauenstudien und Frauenforschung an der Freien Universität Berlin
– zugleich ein Pastiche auf “Frauen und Fiction”,
abgehandelt von Virginia Woolf in ihrem Buch “Ein Zimmer für
sich allein”