Initiative Sozialistisches Forum |
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ça ira Verlag |
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Joachim Bruhn Die Einsamkeit Theodor Herzls Der Haß auf Israel und die materialistischen Staatskritik Winter 2005, ca. 160 Seiten, ca. 13,50 €, ISBN: 3-924627-19-3 in Vorbereitung |
Weil in Deutschland in punkto Israel der Gegensatz von Links und Rechts aufgehoben ist, und weil man sich der gemeinsamen Geschäftsgrundlage als “Nachfolgestaat” versichern will, geht es darum, das Verbrechen im Fundament der eigenen Staatlichkeit abzuspalten und es auf Israel zu projizieren, das heißt dem Kult des postfaschistischen Volksstaates sich hingeben zu können. Wie daher der Antisemitismus, die eher ökonomisch sich darstellende Seite des Judenhasses, als die Alltagsreligion der kapitalisierten Gesellschaft in der Scheidung des “produktiven” vom “spekulativen” Kapital sich niederschlägt, so der Antizionismus, die eher politisch sich camouflierende Version des selben Judenhasses, in der säuberlichen Trennung zwischen dem “Staat des ganzen Volkes”, das heißt dem “organischen” Volksstaat Deutschland einerseits, und dem desolaten “Konstrukt” Israel andererseits, das sich, “unorganisches Gebilde” und “Bollwerk des Imperialismus”, das es sein soll, gegen die Palästinenser nur “nazistischer Vernichtungsmethoden” bedienen könne. Es drückt sich in dieser Spaltung aus, daß sie eine Abspaltung ist, daß das kapitalisierte Bewußtsein unter dem Niveau noch der bürgerlichen Aufklärung liegt, daß es den revolutionären Ursprung seiner eigenen Staatlichkeit verleugnet. Die materialistische Staatskritik hat sich dieser Ideologisierung zu erwehren, indem sie allererst das Märchen bestreitet, der Antisemitismus sei das eine, der Antizionismus aber das ganz andere. Im Ergebnis gibt sich der Staat Israel zu erkennen als organisierte Emanzipationsgewalt.
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