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Ulrich Enderwitz
Die Krise des Reichtums
Winter 2005, 481 Seiten, 29 €,
ISBN: 3-924 627-88-6
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Da der Kaiserkult sich den Untertanen als die nackte Wahrheit
über ihre territorialherrschaftlichen Religions- und
Legitimationssysteme suggeriert, beraubt er sie jeder Möglichkeit,
sich geistig von ihm zu distanzieren oder seelisch gegen ihn zu
immunisieren. Weil sich die imperiale Herrschaft gleichzeitig aber als
ebenso unhaltbar wie selbstzerstörerisch entpuppt und in einem
anhaltenden Amoklauf zugrunde richtet, können die Untertanen an der
Welt nur irre werden. Die kommerzielle Funktion, als deren letztes Resultat
die imperiale Herrschaft sich darbietet, zeigt die Bedeutung
gesellschaftlichen Reichtums von Grund auf verändert: Reichtum ist nun
nicht mehr das ontologisch Bedrohte, um dessen Bewahrung willen man
haltgebende Herrschaft in Kauf nehmen muß, sondern das empiriologisch
Bedrohliche, das einem die selbstzerstörerische Herrschaft auf den
Hals lädt.
Inhalt:
- Kommerzieller Austausch und Säkularisierung
- Rationalisierung und imperiale Ausbeutung
- Der Offenbarungseid der theokratischen Religionen im Kaiserkult
- Das platonisch gewendete Wesen und die Gnosis
- Der Herr des Seins
- Der Erlöser