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Andreas Harms
Warenform und Rechtsform
Zur Rechtstheorie von Eugen Paschukanis
2009, 274 Seiten, 20.- €, ISBN: 978-3-924627-80-5
Neuauflage
Mai 2009
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Eugen Paschukanis Werk Allgemeine
Rechtslehre und Marxismus, 1929
erstmals auf Deutsch erschienen, ist einer der bedeutendsten Entwürfe
einer auf Marx gestützten Kritik des Rechts. Denn Paschukanis machte
als erster die Marxsche Basiskategorie der Ware für eine kritische
Rechtstheorie fruchtbar. Dabei bestimmt er das Recht der bürgerlichen
Gesellschaft als Recht par excellence, indem er den modernen
Rechtstypus auf die gesellschaftlichen Strukturen des Kapitalismus
zurückführt. Paschukanis dechiffriert die für ihn zentralen
Begriffe Rechtssubjekt und Rechtsverhältnis als Kategorien
der warenproduzierenden Gesellschaft und kritisiert so
unterschiedlichste ’bürgerliche‘ Rechtstheorien in ihren
Axiomen. Schließlich entwickelt er ein Modell der
Rechtssubjektivität, an welches zur Reformulierung einer
materialistischen Rechtstheorie angeknüpft werden kann.
Harms beleuchtet nicht alleine das durchaus widersprüchliche Leben und
Werk Paschukanis’, sondern gibt einen Überblick über die
Rezeption und damit über die Geschichte kritischer Rechtstheorie.
- Kapitel 1: Eugen Paschukanis und sein Hauptwerk
- Biographisches
- Paschukanis Aufstieg
- Wendezeit und Verschwinden
- Allgemeine Rechtslehre und Marxismus und die junge
sowjetische Rechtstheorie
- Allgemeines
- Einflüsse auß der ’Klassiker des Marxismus‘
- Stutschka, Reisner, Goichbarg und Razumowski
- Zu den Bezügen auf die Schriften von Marx und Engels
- Allgemeines
- Methodenkapitel von 1857 und Warenanalyse im Kapital
- Zur Problematik der Marxschen Werttheorie
- Zu den kritischen Bezügen auf zeitgenössische Strömungen
der deutschsprachigen Rechtstheorie
- Die Rechtstheorie unter dem Einfluß des positivistischen
Wissenschaftsbegriffs
- Der Einfluß des Neukantianismus auf die Rechtsphilosophie
-
Die Hauptthesen von Allgemeine Rechtslehre und Marxismus
- Paschukanis‘ Bestimmung von Gegenstand und Methode
- Die Warentausch-Konzeption: Rechtsverhältnis und
Rechtssubjekt
- Staat, Moral und Strafe
- Probleme einer Interpretation und Rekonstruktion
- Allgemeines
- Die Schwerpunkte der kritischen Rezeption
- Inkonsistente Begriffsbildung und weitere Interpretationsfragen
- Kapitel 2: Die zeitgenössische Rezeption und Diskussion
- Die Ausgangslage
- Gustav Radbruch
- Die Rezension von 1930
- Der Begriff der Ware als Begriff der ausgleichenden
Gerechtigkeit
- Stellungnahme
- Hans Kelsen
- Zur Methode Paschukanis‘
- Soziologie, Politik und “Krypto-Naturrecht”
- Kelsen und Paschukanis: Mehr als Mißverständnisse
- Kritik der ’bürgerlichen‘
Rechtswissenschaft
- ’Verdinglichung‘ der Rechtswissenschaft
- Erkenntnis des Sozialen versus Erkenntnis des Sollens
- Kapitel 3: Rezeption und Diskussion nach dem Zweiten Weltkrieg
- Vorbemerkungen
- Zur Rezeption in der DDR
- Zur Rezeption in der BRD im allgemeinen
- Wolf Paul und Dietrich Böhler
- Die Vorverständnisse
- Rezeption und Kritik
- Reduktionismus oder kritische Totalitätsbetrachtung?
- Norbert Reich
- Allgemeine Rechtslehre und Marxismus
als Zivilrechtstheorie
- Reduktion des Rechtsbegriffs?
- IV. Oskar Negt und Burkhard Tuschling
- Kapital und Lohnarbeit
- Produktion oder Zirkulation?
- Bernhard Blanke, Stefan Breuer und andere
- Politik und Ökonomie
- Rechtssubjekt als Warensubjekt
- Zur jüngeren Hegel-Marx-Rezeption
- Resümee
- Zur Rezeption im außerdeutschen Sprachraum
- Vorbemerkungen
- Vereinigte Staaten und Großbritannien
- Italien und Frankreich
- Zusammenfassung
- Kapitel 4:Dogmatismus und Aktualität von Allgemeine Rechtslehre und
Marxismus
- Politisches und Utopisches
- Die Geschichtsteleologie der Absterbethese
- Bürgerliche Gesellschaft und bürgerlicher Staat
- Sittlichkeit und Sollen als Kategorien der bürgerlichen
Gesellschaft
- Wertform, Norm und gesellschaftlich unbewußtes Subjekt
- Allgemeines
- Das bürgerliche Subjekt als
Ware-Geld-‘Monade‘
- Warenfetischismus und Rechtsfetischismus
- Zusammenfassung und Ausblick
- Literaturverzeichnis